COGITO ERGO SUM



„Cogito ergo sum“ oder auf Deutsch „Ich denke, also bin ich“ ist der erste Grundsatz des Philosophen René Descartes. Diese philosophische Aussage, dass die eigenen Gedanken, Träumen oder Fantasien nicht angezweifelt werden können, da sie die eigene Subjektivität aufzeigen. Meine Interpretation, dass sie einen selbst ausmachen. Auch zeigt die Forschung, dass sich in unserem Leben gewisse automatische unbewusste Denkmuster entwickeln. Dies geschieht durch Erfahrungen und beeinflusst unsere Entscheidungen. Ob es beim Kennenlernen von anderen Menschen ist oder wie ich die Schritte bei der Arbeit setzte. Diese treffen wir oft aus Gewohnheit und aufgrund dessen wie wir uns in der Vergangenheit entschieden haben.

In der Psychologie wissen wir ebenfalls, dass unsere Gedanken unser Verhalten beeinflussen. Negative Gedanken schwächen uns, bringen eine negative Stimmung auf und können sogar bis zu psychosomatischen Symptomen wie Kopf- und Rückenschmerzen oder Gastritis führen. Auf der anderen Seite können uns positive Gedanken motivieren, zu Höchstleistungen anspornen und dafür sorgen, dass wir psychische Herausforderungen besser meistern und zu einem allgemeinen Wohlbefinden zurückkehren.

Was heißt das für uns Menschen, müssen wir jetzt nur noch positiv denken? Ich würde sagen, das ist in der Praxis schwierig umzusetzen. Wir können jedoch unsere Fähigkeit positiv zu denken, bzw. die positive Wahrnehmung stärken. Ein Beispiel aus der Arbeitswelt. Man arbeitet den ganzen Tag, geht nach Hause und wird gefragt, wie der Tag so war. Just fängt man damit an, die schlechten Momente zu erzählen. Die negativen Gedanken mit den dazugehörigen Gefühlen dieser Momente kommen zurück und die Stimmung sinkt, manchmal fängt man dann auch noch einen Streit an, nur um diese negativen Emotionen zu katalysieren.

Wie kann man selbst in diesen Momenten gegensteuern? Möglichkeiten wären, die Wurzel zu bearbeiten. Also während der Arbeit versuchen die negative Situation gelassener betrachten oder mit den dazugehörenden Personen auszusprechen. Des Weiteren, könnte man versuchen eine ausgewogene Erzählung zu machen, entweder genauso viel positive Dinge zu erzählen oder sogar mehr um unsere Gedanken zu positiven Erlebnissen zu stärken. Man kann sich auch die Frage stellen „Wie möchte man selbst in Zukunft mit solchen Momenten umgehen?“ und diese dann mental trainieren.

Hier möchte ich Euch zum Abschluss noch ein Zitat von Paul Watzlawick zeigen:

„Wenn du immer wieder das tust,

was Du immer schon getan hast,

dann wird Du immer wider das bekommen,

was Du immer schon bekommen hast.

Wenn du etwas anderes haben willst,

dann musst du etwas anders tun!“

Ich denke, diese positiven Gedanken sind es Wert sie auszubauen.

Liebe Grüße

Anna

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