VERÄNDERUNG VON GEWOHNHEITEN


Diese Woche ist die erste Woche, in der wir nach sieben Wochen starker oder weniger starker Einschränkungen, wieder ein Stück Freiheit und „Normalität“ zurückbekommen haben. Wir dürfen wieder in jedes Geschäft einkaufen gehen und uns mit einer gewissen Menge an anderer Menschen in unserer Freizeit treffen. Man spricht über Gewohnheiten und Fertigkeiten, welche man sich angeeignete die durch lustige Bilder sowie Sprüche im Viralen raum bestärkt werden. Andere wiederum sind weiter ihren Tätigkeiten am Arbeitsplatz oder im Homeoffice nachgegangen. Interessant ist die Frage, wie Gewohnheiten oder Mindset Veränderungen bestehen bleiben können. Den wenigsten Menschen ist es bewusst, dass sie sieben Phasen, in einem Veränderungszeitraum durchmachen. Genau diese Phasen machen es uns schwer, langfristig Gewohnheiten zu verändern. Ich möchte dies anhand eines Praxisbeispieles erläutern:


Die Serviceabtteilung in einem Hotel möchte zur Förderung der von positiven Emotionen und des Team Buildings ein Positivität-Tagebuch führen. Mit großem Tatendrang zu Beginn wird ein Büchlein angeschafft, beschriftet und an einem entsprechenden Platz deponiert. Am ersten Abend wird auch darüber sinniert und es werden die ersten Einträge hineingeschrieben, am zweiten Tag schon mit weniger Motivation und am dritten Tag schiebt man diesen Schritt schon komplett auf die Seite und das Büchlein fristet seitdem sein Dasein in einer Schublade. Warum ist das so? Sie waren ja so motiviert und begeistert zu Beginn. Ich und auch viele andere kennen genau diesen Punkt und man macht sich dann selten die Mühe weiter zu gehen, weil einem selten bewusst ist, dass es oft ein Scheitern am Anfang gibt. In diesem Moment kommen die sieben Phasen ins Spiel diese lauten wie folgt:

1. Schock über Realität

2. Verneinung durch das überschätzten der eigenen Kompetenz

3. Einsicht, dass es eine Veränderung braucht

4. Akzeptanz der alten Gewohnheiten

5. Ausprobieren neuer Verhaltensweisen

6. Erkenntnis welche Verhaltensweisen zum Erfolg führen

7. Integration erfolgreicher Verhaltensweisen

In dem oben genannten Beispiel wurden die Mitarbeiter*innen bei diesen sieben Phasen begleitet und mit Hilfe von Training und Anleitung ein zweiter Anlauf gestartet. Mittlerweile werden mehr positive Situation erkannt und werden dementsprechend niedergeschrieben. Eine Art Abschluss eines jeden Arbeitstages.

Hier möchte ich noch von Paul Watzlawick ein Zitat nennen:

„Wenn du immer wieder das tust,

was Du immer schon getan hast,

dann wird Du immer wider das bekommen,

was Du immer schon bekommen hast.

Wenn du etwas anderes haben willst,

dann musst du etwas anders tun!“

An welchem Punkt findet ihr euch bei euren neuen Gewohnheiten wieder. Ich freu mich über eure Rückmeldungen.

Liebe Grüße

Anna

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